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Die Predigt "Bis hierher und noch weiter" von Christoph Fischer und alle dazu gehörigen Ressourcen (Predigtzettel, Aufnahme) sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. Verwendete Bilder stehen eventuell unter eigenen Lizenzbedingungen. Ausdrücklich von der Creative Commons-Lizenz ausgenommen sind die Logos und Namen der Gemeinde, in der die Predigt gehalten wurde und ihrer Arbeitsbereiche.

Gnade mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn!

Liebe Geschwister in Jesus Christus,

Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen. (Jer 17,14)

Passend zum Wochenspruch soll uns heute eine Heilungsgeschichte begleiten. Wir lesen sie aus dem 5. Kapitel des Evangeliums nach Johannes:

Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der heißt auf hebräisch Betesda. Dort sind fünf Hallen;
in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte.

Es war aber dort ein Mensch, der lag achtunddreißig Jahre krank. Als Jesus den liegen sah und vernahm, daß er schon so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin. Es war aber an dem Tag Sabbat.

Da sprachen die Juden zu dem, der gesund geworden war: Es ist heute Sabbat; du darfst dein Bett nicht tragen. Er antwortete ihnen: Der mich gesund gemacht hat, sprach zu mir: Nimm dein Bett und geh hin! Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und geh hin? Der aber gesund geworden war, wußte nicht, wer es war; denn Jesus war entwichen, da so viel Volk an dem Ort war. Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, daß dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre. Der Mensch ging hin und berichtete den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe. Darum verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Sabbat getan hatte.
(Johannes 5,1-16)

Da liegt er nun. Bis hierher hat er es geschafft. Bis hierher, und nicht weiter. Vielleicht ist er zu einem Fest gekommen. Nach Jerusalem, zum Tempel, dem Haus Gottes. Das muss schon lange her sein. Jung war er damals noch. Vielleicht noch ein Kind.

Vielleicht hat er sich damals gemeinsam mit anderen auf den Weg gemacht: vom Jordantal aus durch die Wüste, durch tiefe, steinige Täler. Immer höher hinauf ins judäische Gebirge. Dann plötzlich, nach einem weiteren Hügel, der Blick vom Ölberg hinunter, auf die andere Seite des Kidrontals. Dort hat er ihn sicher gesehen, den Tempel, diesen Sehnsuchtsort -- den Ort, wo Gott den Menschen begegnet. Wie viele andere ist er damals vermutlich den Berg hinunter gezogen, mit fröhlichen Liedern und Psalmen, die von dem kommenden Fest künden.

Von David, ein Wallfahrtslied.
Ich freute mich über die, die mir sagten:
Lasset uns ziehen zum Hause des HERRN!
Nun stehen unsere Füße
in deinen Toren, Jerusalem.
Jerusalem ist gebaut als eine Stadt,
in der man zusammenkommen soll,
wohin die Stämme hinaufziehen,
die Stämme des HERRN,
wie es geboten ist dem Volke Israel,
zu preisen den Namen des HERRN.
Denn dort stehen Throne zum Gericht,
die Throne des Hauses David.
Wünschet Jerusalem Frieden!
Es möge wohlgehen denen, die dich lieben!
Es möge Friede sein in deinen Mauern
und Glück in deinen Palästen!
Um meiner Brüder und Freunde willen
will ich dir Frieden wünschen.
Um des Hauses des HERRN willen, unseres Gottes,
will ich dein Bestes suchen.

Da liegt er nun. Bis hierher hat er es geschafft. Bis hierher, und nicht weiter. Vom Kidrontal hinauf durch's Schaftor. Dort, gleich hinter dem Tor, liegen die zwei Teiche von Bethesda. Fein ausgebaut hat man die, mit Kanälen und Schleusen. Ein Ort der Reinigung. Pilger waschen sich hier, bevor sie in den Tempel gehen. Gleich hinter dem Schaftor wäscht man vermutlich auch die Opfertiere, die man zum Tempel bringt. Alle sollen rein sein, wenn sie vor Gott kommen. Rein und heilig. Gott gefällig. "Ich bin heilig und ihr sollt heilig sein", sagt Gott seinem Volk in der Tora, dem Gesetz des Mose. Deshalb steigen sie alle, immernoch fröhlich singend, hinunter in die Mikve, das reinigende Bad von Bethesda. Hoffnungsvoll. In gespannter Erwartung. Voller Vorfreude auf das, was danach kommen wird.

Da liegt er nun. Bis hierher hat er es geschafft. Bis hierher, und nicht weiter. In Bethesda hat ihm seine Krankheit einen Strich durch die Rechnung gemacht. Welche Krankheit? Wir wissen es gar nicht genau. Oft wird die Geschichte als "Heilung eines Gelähmten" bezeichnet, aber davon steht gar nichts im Text. Es ist eigentlich auch egal. Vielleicht war es etwas ganz Harmloses, aber das jüdische Gesetz kennt den Zustand des "Unrein"-Seins. Ungenügend für die Begegnung mit Gott. Nicht perfekt genug. Da konnte eine Krankheit ausreichen, um einen auszuschließen.

Und dann? 38 Jahre! 38 Jahre, in einer Zeit, in der nur wenige Menschen das Alter von 40 Jahren erreichten. Ein Greis ist er jetzt für damalige Begriffe. Ein ganzes Leben ist vergangen. Andere kamen und gingen. Sie wuschen sich, begegneten Gott im Tempel, feierten und waren fröhlich, gingen heim und heirateten, bauten ein Haus, hatten Kinder, Enkel und ein erfülltes Leben. Er ist nur bis hierher gekommen. Bis hierher, und nicht weiter. Viele von denen, die damals mit ihm nach Jerusalem zogen, sind längst gestorben. Er ist immer noch hier. Bis hierher ist er gekommen. Bis hierher und nicht weiter. Auch nach 38 Jahren nicht.

Man kann sein Durchhaltevermögen bewundern. Man kann ihm viel Glauben andichten, wenn er 38 Jahre lang dort hofft und wartet. Andere wären vielleicht längst heimgegangen. Er ist noch immer da. Bis hierher ist er gekommen. Bis hierher, und nicht weiter.

Man kann auch realistisch sein. Wahrscheinlich hat er längst kapiert, dass sich nichts ändern wird an seiner Lage. Wahrscheinlich hat er schon lange verstanden, dass es für ihn keine Hoffnung mehr gibt. Andere kamen und reinigten sich, gingen hinaus, zum Tempel, und hinaus ins Leben. Er blieb. Andere kamen und wurden verändert. Geheilt. Ein späterer Zusatz zum Text des Johannesevangeliums berichtet von einem Engel, der regelmäßig das Wasser berührte und Heilungswunder hervorbrachte. Egal, was da dran ist, andere haben etwas erlebt. Er blieb stummer Zuschauer. Er blieb unverändert. Er blieb.

Wahrscheinlich hat er sich längst damit abgefunden. Er wartet nur noch darauf, dass es zu Ende geht -- dieses Leben, das ihm jede Chance verweigert hat. 38 Jahre, das ist viel Zeit zum Nachdenken. Er hat sich in seiner Situation eingerichtet. Er hat sich seine Erklärungen zurechtgelegt.

"Die Anderen, die helfen mir nicht, zum Wasser zu kommen." 13 Meter geht es auf engen, steilen Stufen hinunter in das Reinigungsbad. Da wäre eine helfende Hand sicher gut gewesen für jemanden, der gesundheitlich nicht auf der Höhe ist. Für einen alten Mann allzumal. Aber es gibt keine helfende Hand. "Die Anderen haben mich im Stich gelassen."

"Die Anderen sind immer schneller, wenn der Engel kommt." Wenn es drauf ankommt, denkt wohl jeder zuerst an sich selbst. Nach 38 Jahren hätte er es doch verdient, einmal vorgelassen zu werden. Er fühlt sich abgedrängt, zur Seite geschoben. "Die Anderen sind schuld an meiner Misere."

Wir kennen nicht einmal seinen Namen. Im Johannesevangelium ist er einfach nur "ein Mensch." Einer von uns. Einer wie viele von uns, die ganz Ähnliches erleben. Ein Opfer der Umstände. Seit Jahren ohne Hoffnung. Wir können die Gründe benennen, auf Schuldige zeigen. Aber weiter kommen wir dadurch nicht. Bis hierher, und nicht weiter. Das Leben ist in eine Sackgasse geraten. Und viele von uns haben sich in dieser Sackgasse eingerichtet, genau wie dieser. "Ein Mensch." Das könnten auch wir sein. Also steigen wir in seine Schuhe und legen wir uns mit ihm dorthin in sein Bett und entdecken uns selbst in dieser Geschichte. Manche mehr, manche weniger.

"Der Kranke" ist er in Vers 7. Schwach oder krank sein, heißt das Verb, das dahinter steckt. Schwach oder krank, das sind Adjektive, Eigenschaftswörter, die einen Zustand beschreiben. Von außen zugeschrieben. Sozusagen dazu verurteilt. Das Johannesevangelium benutzt keine Adjektive. "Der Krank-seiende", müsste man eigentlich übersetzen. Ein Verb. Ein "Tun-Wort". Da wird eine Aktivität beschrieben. Die Identität des Schwachen und des Kranken hat er sich selbst zugeschrieben, hat sie ergriffen und geht darin auf. Das ist es, denkt er, was mich ausmacht, was ich bin. Das ist der Inhalt meines Lebens. Und ich bin ein Opfer dieser Umstände. Bis hierher bin ich gekommen. Bis hierher , und nicht weiter.

Und dann kommt Jesus.

Jesus sagt gar nicht viel in dieser Erzählung. Nur von drei kurzen Sätzen weiß das Johannesevangelium. Aber die haben's in sich. Die muss ich hören, wenn ich mich auch in so einer Sackgasse befinde. Das ist es, was mich nach dem hierher endlich weiter bringt:

Erstens: Willst du gesund werden?

Ernsthaft, Jesus? Willst du gesund werden? Jetzt habe ich zehn Minuten meiner kostbaren Predigtzeit darauf verwendet, die Misere dieses Menschen zu beschreiben! Und er hat 38 Jahre -- 38 Jahre! -- damit verbracht, diese Misere auszuleben. Willst du gesund werden? Ernsthaft, Jesus? Was soll er denn sonst wollen, dieser Schwache, dieser Kranke?

"Willst du gesund werden?" ist eine Frage, die ihn aufrüttelt. Will er das denn überhaupt? Was würde denn geschehen, wenn er jetzt, nach 38 Jahren, plötzlich Bethesda verlassen könnte? Was soll er denn tun? Wo soll er denn hin? In den Tempel, die Wallfahrt von damals fortsetzen? Und dann? Nach Hause, heiraten, ein Haus bauen, Kinder bekommen, eine glückliche Familie, ein erfülltes Leben... Dafür ist er doch viel zu alt. Der Zug ist doch längst abgefahren. Während er hier 38 Jahre lag, ist das Leben doch draußen weitergegangen. Die Welt hat sich verändert und er -- er hat es verpasst, hier in Bethesda. Er wird keinen mehr kennen. Er wird keine Perspektive haben. Er wird sich ins Unbekannte stürzen müssen. Er wird wahrscheinlich jämmerlich versagen.

Braucht er das denn überhaupt? Er hat sich doch eingerichtet, hier in Bethesda. Hier weiß er, wie der Hase läuft. Er hat seine kleinen Gewohnheiten, seine Rituale und seine täglichen Runden. Er hat seine Themen, um die seine Gedanken kreisen. Er hat seine Gründe, die er vorbringen kann. Hier kennt er die Perspektiven. Hier ist er sicher. Hier weiß er was kommt. Und er hat sich längst damit abgefunden. Bis hierher und nicht weiter!

Willst du gesund werden?

Eine klare Antwort hören wir nicht. Die Diskussion in seinem Innern wird für immer sein Geheimnis bleiben. Noch einmal trägt er seine altbekannten Gründe vor. Die Erklärungen. Die Ausreden. Er hält sich fest an dem, was er kennt.

Willst du gesund werden?

So ist der Mensch. Nicht nur der eine. Viele haben sich in ihrer Opferrolle eingerichtet. Viele haben sich längst an ihre Situation gewöhnt. Es braucht Mut, daraus auszubrechen, zu glauben, zu hoffen, neue Schritte zu wagen. Und nicht jeder hat diesen Mut. Unsere Courage hat uns nur bis hierher gebracht. Bis hierher, und nicht weiter.

"Willst du gesund werden?", fragt Jesus.

Dann "steh auf!" "Steh auf, nimm dein Bett, und geh hin!"

Das Wort Glaube kommt in diesem Text nicht vor. Es ist keine theologische Reflektion, die wir hier hören. Und doch ist das genau das, was Glauben ausmacht. Jetzt heißt es, zu vertrauen. Sich darauf zu verlassen, dass Gott zu seinem Wort steht. Ein Schritt -- nein ein Sprung -- ins Ungewisse. Ein Wagnis, dass davon ausgeht, dass Gottes ausgestreckte Hand genau da sein wird, wo er es versprochen hat.

Und wir haben ja seine Versprechen dazu, in aller Ausführlichkeit. Immer wieder hören wir sie neu, wenn hier bei uns im Gottesdienst ein Mensch getauft wird. Immer wieder neu derselbe Zuspruch, der auch unser Leben begleitet. "Ich bin bei euch alle Tage." "Siehe, ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein." Das und vieles andere hat Gott bereits in unser Leben hineingesprochen. In jedes Leben. Nicht nur in die erfolgreichen. Nicht nur bei den Anderen. Ich bin ja so froh, dass Gott da viel großzügiger ist, als die Legende von diesem Heilungsengel hier, der nur die Ersten, die Schnellsten, die Erfolgreichsten bedient.

Wir haben seine Versprechen. So viel ist sicher.

"Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!", sagt Jesus. Mach dich auf! Nimm Gott beim Wort. Höre auf, dich an deiner gewohnten Rolle festzuklammern, an dem Selbstbild des Hoffnungslosen, an der Situation, die du kennst und mit der du dich abgefunden hast. Steh auf! Wage es. Tu den ersten Schritt. Nimm Anlauf und spring hinaus ins Unbekannte, das doch eigentlich kein Unbekanntes ist, weil Gott dir längst gesagt hat, was dich dort erwartet: Nichts anderes als seine Hand, aus der dich nichts und niemand reißen kann.

"Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!", sagt Jesus. Und wenn du ihn heute hören würdest? Wenn du heute im Vertrauen seine Hand ergreifen würdest? Bei ihm ist keine Situation eine Sackgasse. Bei ihm ist niemals die Hoffnung verloren. Glaub es doch, was er dir versprochen hat!

Der Mann aus Bethesda steht auf. "Sogleich", schreibt Johannes -- ein Wort, das eigentlich bei ihm unüblich ist und viel besser ins Markusevangelium passt. Sogleich! Vielleicht, bevor ihn der Mut wieder verlässt. Er tut, was Jesus sagt. Er lässt sich im Vertrauen auf ihn ein. Er geht. Bis hierher ist er gekommen. Und jetzt geht es endlich weiter.

Er nimmt sein Bett mit, seine Decke, auf der er 38 Jahre lag. Dort hatte er es sich eingerichtet. Das Bett, das hier fünfmal erwähnt wird, ist zum Zeichen geworden -- zum Symbol für das Feststecken in dieser Sackgasse. Er nimmt sein Bett, seine Sicherheit, seinen bekannten, vertrauten Aufenthaltsort. Er lässt sich nicht die Möglichkeit, eventuell doch später noch einmal zurückzukommen. Nur für den Fall... oder so. Er geht. Er springt. Er vertraut. Er glaubt.

Von diesem Augenblick an verändert sich die Art und Weise, wie das Evangelium über diesen Menschen spricht. "Ein Mensch" war er vorher einfach. "Der Krank-seiende." Von nun an ist er "der gesund geworden war." Seine ganze Identität, das was ihn ausmacht, hat sich in diesem einen Augenblick verändert. Er hat Gott vertraut. Er hat geglaubt. Und plötzlich ist alles anders geworden.

"Du bist gesund geworden" stellt Jesus kurze Zeit später fest, als sie sich noch einmal treffen. Gesund geworden. Ein neuer Ist-Zustand. Eine neue Beschreibung, eine Zuschreibung, die einzig und allein davon kommt, dass hier jemand Gott vertraut hat.

"Du bist gesund geworden", sagt Jesus. "Sündige hinfort nicht mehr." Lass dich nicht mehr so von Gott trennen. Lass nichts mehr zwischen dich und den Gott, der zu dir steht kommen. Lass dich nicht noch einmal in eine solche Sackgasse manövrieren. Bleib dran. Vertraue. Und geh im Glauben weiter, egal was kommt. Nichts kann dich aus Gottes Hand reißen.

Bis hierher bist du schon gekommen. Und im Vertrauen geht es jetzt weiter. Wie lange? Wohin? Keiner weiß es. Geh einfach Schritt für Schritt. Von hier aus weiter.

Vielleicht sogar wieder singend:

Ein Wallfahrtslied.
Wohlan, lobet den HERRN, alle Knechte des HERRN,
die ihr steht des Nachts im Hause des HERRN!
Hebet eure Hände auf im Heiligtum
und lobet den HERRN!
Der HERR segne dich aus Zion,
der Himmel und Erde gemacht hat!
(Psalm 134)

Predigttext

Johannes 5,1-16

In aller Kürze

Was tun, wenn das Leben mich in eine Sackgasse gebracht hat -- bis hierher, und nicht weiter? Vielleicht kann Jesus mir helfen, im Vertrauen doch noch weiter zu gehen.

Fragen zur Vertiefung

Zu dieser Predigt hat Christoph eine Reihe von Fragen hinterlegt, die in der Kleingruppe zur Vertiefung weiter besprochen werden können:

  1. Was hält mich eigentlich vom Vertrauen zurück?
  2. Wo habe ich mich eingerichtet? Was sind meine Gründe/Ausflüchte/Ausreden?
  3. Wie könnte es konkret aussehen, wenn ich voll Vertrauen den nächsten Schritt wage? Wer oder was könnte mir dabei helfen?

Über Christoph

Christoph Fischer (* 1978) ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg auf der Pfarrstelle „Erlöserkirche“ in Albstadt-Tailfingen.

Christoph ist verheiratet mit Rebecca. Gemeinsam haben sie drei Töchter.

Pfarrer