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Die Predigt "Jenseits des Ponyhofs" von Christoph Fischer und alle dazu gehörigen Ressourcen (Predigtzettel, Aufnahme) sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. Verwendete Bilder stehen eventuell unter eigenen Lizenzbedingungen. Ausdrücklich von der Creative Commons-Lizenz ausgenommen sind die Logos und Namen der Gemeinde, in der die Predigt gehalten wurde und ihrer Arbeitsbereiche.

Gnade sei mit euch und Friede von Gott dem Vater und von Jesus Christus, unserem Herrn!

Das Leben ist kein Ponyhof: Realität zwischen Absinth und Pippi Langstrumpf

Liebe Schwestern und Brüder in Jesus Christus,

Am Dienstagabend war ich auf dem Heimweg von der Pfarrerdienstbesprechung in Tieringen. Weil es schon spät war und ich müde und allein unterwegs, habe ich das Radio eingeschaltet. SWR2, Jazz Session. Erik Friedlander und seine Combo "Throw a Glass" -- auf Deutsch: "Wirf ein Glas" waren das Hauptthema der Sendung. In ihrem Projekt "Artemisia" haben sich diese Künstler im letzten Jahr mit den Erfahrungen beschäftigt, die sie nach dem Trinken von Absinth gemacht haben. Absinth, ein hochprozentiger Wermut-Alkohol ähnlich dem Wodka, ist dafür bekannt, bei starkem Genuss Halluzinationen auszuüben. Eine Art Drogenerfahrung also. Gleichzeitig berichten viele Trinker von einem Moment "absoluter Klarheit", den sie erlebt zu haben glauben. Ganz ähnlich klangen auch die Interviewfetzen zwischen den Musikstücken am Dienstagabend: "Wenn man viel Absinth trinkt", sagt Friedlander, offensichtlich aus eigener Erfahrung, "dann sieht man die Welt, wie man sie sich wünscht. Wenn man noch mehr trinkt, dann sieht man die Welt, wie sie wirklich ist. Und das ist das Schlimmste." Das ist das Schlimmste. Die Welt, wie sie wirklich ist. Ich bin mir sicher, dass man nicht erst tief in ein Glas schauen muss, um das festzustellen, aber vielleicht wirkt der Schreck ja tatsächlich auf dem Boden des Glases noch intensiver: Wir leben in einer unvollkommenen, einer ungerechten Welt!

"Ich mach mir die Welt, wiede-wiede-wie sie mir gefällt", singt Pippi Langstrumpf in Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker. Und wir sind alle ganz gut darin, uns ein idyllisches Weltbild zu konstruieren und vor den großen und kleinen Ungerechtigkeiten dieser Welt die Augen zu verschließen. Das fängt nicht erst da an, wo man weltverändernde Trends wie den Klimawandel einfach wegredet oder die vielen Menschen auf der Flucht, die im Mittelmeer ertrinken, einfach aussperrt und ignoriert. Wir alle tun das irgendwo, in unserer alltäglichen Welt: Wir wählen aus, was wir an uns heranlassen und was nicht -- vielleicht auch einfach, um nicht den Verstand zu verlieren. Aber das Leben ist kein Ponyhof, auch Tailfingen ist kein Bullerbü und niemand von uns kann sich aus der Ungerechtigkeit der Welt absetzen in die Idylle eines kleinen Hauses in der Prairie. Oder in Rosamunde Pilchers Welt nach Cornwall. Es hilft nichts, wenn wir die Augen verschließen, wie ein kleines Kind, dass davon ausgeht, dass Dinge, die man nicht sieht, auch nicht mehr existieren. Wir leben nun einmal in dieser Welt. Wir haben keine andere.

Willkommen in Absurdistan

In einem der vermutlich am wenigsten gelesenen Bücher der Bibel, dem Predigerbuch, auf Hebräisch "Kohelet", geht ein altorientalischer Weiser der Realität des Lebens und der Welt nach. Völlig schonungslos reibt er uns seine Beobachtungen unter die Nase. Und er zieht Schlüsse daraus, die uns nicht gefallen. Einen um den anderen denkt er populäre Lebensentwürfe bis zum Ende durch und kommt immer wieder zu demselben Schluss: "Es ist alles sinnlos" -- "eitel" auf Lutherdeutsch -- "und Haschen nach Wind." Willkommen in Absurdistan! Vielleicht wäre es tatsächlich noch einfacher den Wind einzufangen, als in dieser Welt sinnerfüllt zu leben, denkt man schon nach ein paar Kapiteln und möchte das Buch am liebsten weglegen und wieder Pippi Langstrumpf lesen. Aber das wäre schade. Dann würden wir nämlich verpassen, dass zwischen der ungeschminkten Wahrheit über diese Welt immer wieder die Erkenntnis aufblitzt, dass es doch einen guten Weg gibt, in dieser Welt zu leben. Lassen wir also den Kohelet zu Wort kommen. Ich lese aus dem siebten Kapitel des Predigerbuchs die Verse 15 bis 18.

Dies alles hab ich gesehen in den Tagen meines eitlen Lebens: Da ist ein Gerechter, der geht zugrunde in seiner Gerechtigkeit, und da ist ein Gottloser, der lebt lange in seiner Bosheit. Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, damit du dich nicht zugrunde richtest. Sei nicht allzu gottlos und sei kein Tor, damit du nicht stirbst vor deiner Zeit. Es ist gut, wenn du dich an das eine hältst und auch jenes nicht aus der Hand lässt; denn wer Gott fürchtet, der entgeht dem allen. (Prediger 7,15-18)

Die einfachen Antworten tragen nicht

Ein Gerechter geht zugrunde in seiner Gerechtigkeit und ein Gottloser lebt lange in seiner Bosheit. Dass man solche Sätze ausgerechnet in der Bibel zu lesen bekommt, zeugt von der Ehrlichkeit dieses Buches. Eigentlich müsste man ja genau das Gegenteil erwarten. Der Gerechte lebt lange und der Gottlose geht zugrunde. Aber ist das denn wirklich so? Dann währen wir ja wieder auf dem Ponyhof oder in der Idylle von Bullerbü, wo immer alles kommt, wie es idealerweise kommen muss. Wir brauchen ja bloß die Nachrichten einzuschalten um zu sehen, wie weit man es in dieser Welt mit Bosheit bringen kann. Und sicher habt ihr alle schon einmal erlebt, dass Ehrlichkeit nicht in jedem Fall belohnt wird und das Festhalten am Guten am Ende nicht immer zum Triumph führt wie in einem drittklassigen Hollywoodfilm mit "Happy End." Dieser Tage hat man anlässlich seines Geburtstags wieder überall an Dietrich Bonhoeffer gedacht: ein starkes Beispiel dafür, wie ein Gerechter unter die Räder dieser ungerechten Welt geraten kann. Der Gerechte lebt lange und der Gottlose geht zugrunde? Sicher nicht immer und überall. Da muss ich dem Kohelet Recht geben.

Dabei waren es gerade religiöse Menschen, die die Welt immer wieder so zu erklären versucht haben. Lebst du gut, dann geht's dir gut. Lebst du schlecht, dann wird es ein böses Ende mit dir nehmen. "Tun-Ergehen-Zusammenhang" nennt man das. Was du tust, bestimmt wie es dir gehen wird. Gut zu gut, böse zu böse. Schwarz und weiß. So einfach kann die Welt sein. Diese Welterklärung gab es im alten Israel, es gab sie in der Antike, der Zeit des Neuen Testaments, und es gibt sie bis heute, in immer wieder neuen, auch gut verpackten und fromm klingenden Formen. Das klassische Max-und-Moritz-Modell, bei dem das Ende schon vorhersehbar ist: "Witwe Bolte, mild und weich, sprach: 'Sieh da, ich dacht,es gleich!'" und selbst der "gute Onkel Fritze", sprach: 'Das kommt von dummen Witze!'" Und am Ende freuen sich all die Guten und Frommen miteinander und jubeln, "Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei mit der Übeltäterei!"

Liebe Geschwister, das ist die Ponyhof-Welt. Das ist die Bullerbü-Idylle, wenn wir unsere Pippi-Langstrumpf-Brille aufhaben und uns auch ohne Alkohol die Welt schönreden. Denn die Welt, diese Welt, funktioniert so nicht. Die einfachen Erklärungen taugen nicht. Diese einfachen Antworten und die darauf aufbauenden Lebensentwürfe funktionieren nur so lange, bis man die Augen aufmacht. Oder zu tief ins Glas schaut. Die Welt ist nicht schwarz und weiß. Und sie ist manchmal furchtbar ungerecht.

Zu einfache Antworten auf die Lebensfrage

Die einfachen Antworten tragen nicht. Dabei sind sie unglaublich verführerisch, weil sie vorgeben, uns ein simples Rezept für das ganze Leben zu geben. Und wer möchte das nicht in dieser komplizierten Welt? Das war auch damals bei Kohelet nicht anders, wie sich in der Folge zeigt.

Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, damit du dich nicht zugrunde richtest. Sei nicht allzu gottlos und sei kein Tor, damit du nicht stirbst vor deiner Zeit. Es ist gut, wenn du dich an das eine hältst und auch jenes nicht aus der Hand lässt; ... (Prediger 7,16-18)

"Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, damit du dich nicht zugrunde richtest." Du glaubst es nicht! Das steht tatsächlich in der Bibel? Ja, es steht da, denn es weist auf einen der typischen Irrwege hin, auf die Menschen in dieser ungerechten Welt geraten. All der Ungerechtigkeit müssen wir doch etwas entgegensetzen! Und deshalb sind wir anders. Deshalb machen wir es besser. Deshalb nehmen wir uns fest vor, gerechter zu sein. Liebevoller. Treuer zu unseren Werten. Menschen, die Gott widerspiegeln in allem, was sie tun. Die Jesus ähnlich sind. Echte Nachfolger eben. Gute Christen. Fromm. Und weise. Vorbildhaft.

Liebe Geschwister, all das sind gute und biblische Werte. Nicht ohne Grund hat Gott uns seine Gebote gegeben, die gut sind für unser Leben. Nicht ohne Grund ist uns Jesus ein Vorbild dafür, dass man auch anders leben kann, als diese Welt es uns vormacht.

Aber, ihr Lieben, nur in einer Ponyhof-Welt gibt es Menschen, die einen solchen Lebensstil konsequent durchhalten können. In der realen Welt sind wir alle Sünder. Das Unkraut des Bösen, von dem Jesus in seinen Gleichnissen spricht, wächst auch auf unserem Lebensacker. Niemand von uns kann Gerechtigkeit schaffen oder sie durch ein gutes Leben verdienen. Jenseits des Ponyhofs gibt es keine geistlichen Superhelden, keine frommen Lichtgestalten. "Es ist kein Mensch so gerecht auf Erden, dass er nur Gutes tue und nicht sündige" (Prediger 7,20), sagt Kohelet nur wenige Verse später. Das klingt dann schon ganz wie Paulus: "Wir alle haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes bei Gott." (Römer 3,23).

Was bleibt uns dann? Die andere einfache Lösung wäre, einfach aufzugeben. Wenn es den Gottlosen in dieser Welt gut geht, während die Gerechten leiden, dann hat man vielleicht als Gottloser tatsächlich mehr vom Leben. Muss ich mir die ganze Gerechtigkeits-Nummer denn wirklich antun? Am Ende sagt doch der Prediger selbst, ist alles nur "eitel und haschen nach Wind." Wenn es keinen Tun-Ergehens-Zusammenhang gibt, dann macht es ja auch gar nichts aus, was ich tue.

Sicher gab es auch zu Kohelets Zeiten solche Lebensentwürfe. "Sei nicht allzu gottlos und kein Tor", setzt er dem entgegen. Weise ist es sicher nicht, der Ungerechtigkeit der Welt auch noch in die Hände zu spielen!

Nein, die Lösung liegt einfach nicht in den einfachen Antworten. Ob schwarz oder weiß, die einfachen Ansätze taugen nichts als Lebensweisheit! Auch kein einfaches Mittelding, zwischen den Extremen, nachdem es hier ja fast schon klingt: Ein wenig von beidem. Ein bisschen Gut, ein bisschen Böse, so schlängele ich mich irgendwie durch. Nein! Schluss mit den einfachen Rezepten! Es muss doch noch etwas anderes geben...

Und plötzlich kommt Gott ins Spiel

"Gibt es!" sagt Kohelet. Am Ende der wenigen Verse die wir gelesen haben, blitzt die Antwort auf, die auch am Ende des Predigerbuchs die Antwort auf alle Sinnlosigkeit dieser Welt sein wird: "Wer Gott fürchtet, der entgeht dem allen." Das ist die Endsumme der gesammelten Lebensweisheit des alten Israels, die wir im ersten Teil unserer Bibel finden: "Die Furcht Gottes ist der Anfang der Weisheit!"

Mit "Furcht" ist hier natürlich nicht "Angst vor Gott" gemeint. Vielmehr geht es um "Ehrfurcht"--wir würden heute sagen, um "Respekt" vor Gott. Es geht um eine Lebensweise, die Gott mit einbezieht in die Frage nach einem sinnvollen Weg hier in dieser ungerechten Welt. Denn vielleicht ist es uns noch gar nicht aufgefallen: Die einfachen Ansätze versuchen alle, irgendwie selbst eine Lösung zu finden. Ganz allein, ohne Gott. Wir bekommen das schon hin! Ob wir versuchen, einfach diszipliert und fromm ein gutes Leben zu führen, oder ob wir meinen, dem System der Welt irgendwie selbst ein Schnippchen schlagen zu können: Immer geht es darum, mit menschlicher Klugheit irgendwie durchzukommen.

Vielleicht ist auch das die schreckliche Realität, die auf dem Boden des Absinthglases lauert: Die Einsicht, dass ich das alleine nicht schaffen kann. Dass ich Hilfe brauche. Einen anderen, der tut, was ich nicht kann. Wenn es so ist, dann wäre das gar nicht schlecht. Denn die gute Nachricht (und, ja, gute Nachricht heißt mit anderen Worten "Evangelium") ist ja, dass es diesen anderen gibt. Und dass er längst dabei ist, alles Nötige zu tun.

Einer ungerechten Welt setzt Gott nämlich seine Gerechtigkeit entgegen. Eine Gerechtigkeit, die man sich weder verdienen, noch erschummeln muss. Sie kommt ganz anders zu uns, nämlich in Jesus Christus. Von ihm her gelesen verstehen wir diese alten Weisheit neu: Sie kommt als Geschenk, aus unverdienter Gnade. All den Versuchen, mit einfachen Modellen zu überleben, sich etwas zu verdienen oder zu erarbeiten oder zu erschummeln, setzt Gott die gute Nachricht entgegen: Du musst nicht tun, was du nicht tun kannst! Ich schenke es dir durch meinen Sohn!

Auf ganz unerwartete Art und Weise wird diese ungerechte Welt plötzlich doch ein gutes Stück gerechter: Gott spricht mich, den Sünder, gerecht in Jesus Christus. Er beschenkt mich aus Liebe und löst mich damit heraus aus der nimmer endenden Mühle von Absurdistan, aus der es doch kein Entrinnen gibt. Er spricht mich frei. Und als Befreiter kann ich die Liebe, die ich bei ihm empfange, auch an andere weitergeben.

Das Leben ist kein Ponyhof! Diese Realität überwinden wir nicht selbst. Aber Gott hat sie in Christus schon überwunden. In ihm ist eine neue Welt, das neue "Reich Gottes", sagt er, bereits angebrochen mitten in der harten Wirklichkeit der Welt, die wir kennen.

Die Welt in der ich lebe, wird kein Ponyhof werden. Ich werde Zeit meines Lebens hier mit der absurden Wirklichkeit zu kämpfen haben, die eine ungerechte Welt mit sich bringt. Mir bleibt nur eines, wie Kohelet: Ich werfe mich in Gottes Hände. Ich verlasse mich auf ihn. Ich vertraue auf seine Gerechtigkeit. Ich halte mich an ihm fest. Er ist meine Hoffnung. Er ist mein Halt. Er ist ein gutes Fundament für mein Leben.

Im Absurdistan einer ungerechten Welt bleibt die einzige Hoffnung der Blick nach oben, zu Gott, dem ich mein Leben anvertrauen kann. Genau da fängt Lebensweisheit an. Mögen wir alle darin wachsen und fest werden.

Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Daniel 9,18)

Amen.

 

 

Predigttext

Prediger 7,15-18

In aller Kürze

"Das Leben ist kein Ponyhof" -- das merkt jeder, der die Augen nicht verschließt. Im Absurdistan einer ungerechten Welt bleibt die einzige Hoffnung der Blick nach oben, zu Gott, dem ich mein Leben anvertrauen kann.

Hauptpunkte der Predigt

  1. Die einfachen Antworten tragen nicht.
  2. Die Grundlage aller Lebensweisheit ist Respekt vor Gott
  3. Gott bringt seine eigene Gerechtigkeit durch Jesus Christus in die Welt.

Fragen zur Vertiefung

Zu dieser Predigt hat Christoph eine Reihe von Fragen hinterlegt, die in der Kleingruppe zur Vertiefung weiter besprochen werden können:

  1. Welche einfachen Lebensweisheiten kennst du? Entsprechen sie wirklich der Realität?
  2. Wie gehst du mit der Verlockung der einfachen Lösungen um?
  3. Wie verändert sich deine Welt, wenn Gott ins Spiel kommt?
  4. Wenn du es gerne philosophischer magst: Der französische Philosoph Albert Camus (1913-1960) meinte, angesichts der Absurdität dieser Welt gebe es nur 3 mögliche Reaktionen: (1) Selbstmord, d.h. eine Flucht aus der Welt. Das hält er für keine gute Lösung. (2) Den Glauben an eine höhere Macht. Camus hält das für eine Flucht aus der Realität, die dem Selbstmord ähnlich ist. (3) Die Absurdität der Welt anzunehmen und darin zu leben, ohne zu resignieren. Was hältst du davon?

Über Christoph

Christoph Fischer (* 1978) ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg auf der Pfarrstelle „Erlöserkirche“ in Albstadt-Tailfingen.

Christoph ist verheiratet mit Rebecca. Gemeinsam haben sie drei Töchter.

Pfarrer