Was steht ihr da und seht gen Himmel?

Geerdetes Christsein für Hier und Heute

Bild: pixabay / kareni, Lizenz: CC0
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Die Predigt "Was steht ihr da und seht gen Himmel?" von Christoph Fischer und alle dazu gehörigen Ressourcen (Predigtzettel, Aufnahme) sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. Verwendete Bilder stehen eventuell unter eigenen Lizenzbedingungen. Ausdrücklich von der Creative Commons-Lizenz ausgenommen sind die Logos und Namen der Gemeinde, in der die Predigt gehalten wurde und ihrer Arbeitsbereiche.

Gnade mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn!

Geerdetes Christsein

Liebe Schwestern und Brüder in Jesus Christus,

"Was steht ihr da und seht gen Himmel?" (Apg 1,11)

Mit dieser Frage endet der Himmelfahrtsbericht der Apostelgeschichte. Himmelfahrt -- das haben wir gerade vor ein paar Tagen miteinander gefeiert. Der vom Himmel gekommene, Mensch gewordene Gottessohn, der am Kreuz für uns gestorben ist, wurde von Gott zu neuem Leben erweckt. Als auferstandener Sieger über Sünde, Tod und Teufel kehrt er triumphierend zum Vater zurück. Dort sitzt er nun zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Auf dem Thron. Als Herrscher. Mission accomplished -- Mission erfüllt. Er kam für uns. Er starb für uns. Er ist wahrhaftig auferstanden. Und er regiert von nun an für ewig. Und wir stehen auch heute, an einem der letzten Sonntage in der österlichen Freudenzeit, noch mit offenen Mund staunend da. Staunend über die Größe Gottes. Staunend über den auferstandenen Herrn. Staunend über die Hoffnung, die er uns gibt. Staunend über das, was er für uns getan hat. Und, während unser Blick sich zum Himmel hebt, wo er zur Rechten Gottes auf dem Thron sitzt, staunend über das, was uns für die Zukunft noch verheißen wird.

"Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen." (Apg 1,11). "Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten", bekennen wir miteinander im Glaubensbekenntnis. Und die Hoffnung des Glaubens malt uns bereits vor Augen, was das für uns bedeutet: Gerechtgesprochen im Gericht, allein aus Gnade, allein durch den Glauben, nur durch Jesus Christus, der unsere Gerechtigkeit geworden ist. "Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben." Unsere Herzen sehnen sich nach diesem Moment, wenn er wiederkommt, wenn er alle Tränen abwischt, wenn kein Leid und kein Tod mehr sein wird und wir für immer bei ihm sein werden.

"Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen." (Apg 1,11). An Himmelfahrt gehen unsere Blicke nach oben, nach vorne, hin zu einer wunderbaren verheißenen Zukunft. Und dann werden sie plötzlich ganz jäh wieder zurückgeholt, herunter auf den Boden der Tatsachen: "Was steht ihr da und seht gen Himmel?" Statt eines wunderschön wolkigen Ausflugs werden wir wieder geerdet: "Was steht ihr da und seht in den Himmel?" Ja, wir leben aus der Hoffnung. Die Gewissheit dessen, was noch kommt, begleitet uns auf Schritt und Tritt und ist in manchen schwierigen Zeiten des Lebens der einzige Halt, der uns noch bleibt -- dieses nach vorne, nach oben schauen. Aber es ist nicht unsere Berufung, auf wolkigen Visionen von Verheißung und Zukunft davon zu schweben. Unsere Berufung ist das hier und jetzt. Die konkrete Realität des Lebens. Dieses Lebens, hier auf dieser Erde, in diesen Umständen, so wenig wattig-wolkig die oft auch sein mögen. Dieses Lebens, denn wir haben kein anderes.

"Was steht ihr da und seht gen Himmel?" Kommt zurück auf den Boden der Tatsachen! Lebt im hier und heute! Dazu hat Gott euch berufen. Dahin hat er euch gestellt. Das ist auch die Botschaft von Himmelfahrt. Er oben und ich unten, auch wenn uns solche Ortszuschreibungen natürlich nicht viel helfen. Er bereits voll in der Herrlichkeit Gottes und wir -- gewiss mit einer unzerstörbaren Hoffnung, mit einem sicheren Erbe, mit einer herrlichen Zukunft -- wir, immer noch hier, im konkreten Hier und Jetzt des ganz normalen Alltags.

"Was steht ihr da und seht gen Himmel?" Schade eigentlich. Es war ein schöner Ausflug. Gerne wäre ich im gleich ganz hinterhergeflogen. Und jetzt bin ich wieder hier.

Die Hoffnung, die wir haben, kann uns keiner nehmen. Die Zukunft, die uns Gott verspricht, ist uns gewiss. Das Reich Gottes ist mit Jesus bereits hier unter uns angebrochen. Wie ein kleines Senfkorn geht es auf, wächst und beginnt zu blühen. Aber wir warten noch auf die völlige Erfüllung. Wir warten noch auf den großen Baum, der aus dem kleinen Senfkorn wächst. Wir sind noch hier. Unten. Auf dem Boden. Es ist noch Zwischenzeit. Neues ist angebrochen und Neues steht noch aus. Zwischenzeit. Hier unten. "Was steht ihr da und seht gen Himmel?"

Hinein in diese Zwischenzeit hören wir den Predigttext für heute aus dem dritten Kapitel des Epheserbriefs. Es ist ein Gebet. Ein Gebet für Menschen in der Zwischenzeit, im hier und jetzt--für die, die sehnsüchtig zum Himmel schauen aber eben noch nicht im Himmel sind. Hören wir auf die Worte dieses Gebets:

Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater,
von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden seinen Namen hat,
dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit,
gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen,
dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne.
Und ihr seid in der Liebe eingewurzelt und gegründet,
damit ihr mit allen Heiligen begreifen könnt,
welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist,
auch die Liebe Christi erkennen könnt, die alle Erkenntnis übertrifft,
damit ihr erfüllt werdet, bis ihr die ganze Fülle Gottes erlangt habt.
Dem aber, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt,
dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus durch alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Was soll man dazu noch sagen (außer "Amen"). Genau das könnte ja unser Gebet sein, heute an Exaudi. Oder an jedem anderen Tag hier in dieser Zwischenzeit. Genau das ist es doch, was wir brauchen.

Menschen für die Zwischenzeit

Eindrücklich beschreibt der Epheserbrief die Menschen -- die Christen -- die es braucht, in dieser Zwischenzeit, auf dem Weg hin zum Himmel, der uns blüht, aber der noch ferne ist:

Menschen, die innerlich Kraft haben, braucht es in dieser Zwischenzeit. Wer die vergangenen zwei Jahrtausende anschaut und die Geschichte der Kirche Jesu Christi studiert, der wird fast erschlagen von all den schweren Zeiten, all den dunklen Tälern, all den Schwierigkeiten, mit denen unsere Brüder und Schwestern zu jeder Zeit zu kämpfen hatten. Der ahnt dann auch schon, dass das auch an uns nicht spurlos vorüber gehen wird. Es gibt ja Prediger, die das gerne so darstellen, als würde ein Leben als Christ bedeuten, dass alle Ängste, Nöte, Sorgen und Problemen mehr oder weniger automatisch von einem abfallen. Dass einen quasi nichts mehr erschüttern kann und man fast schon wie auf den Wolken des Himmels durchs Leben schwebt. Zumindest, wenn man genügend Glauben aufbringt, dann klappt das irgendwie alles schon. "Was steht ihr da und seht gen Himmel?" Geerdete Christenmenschen merken schnell, dass die Realität des Lebens meist ganz anders aussieht. Mit den Worten des 23. Psalms gibt es eben nicht nur die grünen Auen und das frische Wasser, sondern auch viel zu viele dunkle Täler--auch im Leben von Christen. Deshalb braucht es Menschen, die innerlich Kraft haben. Durchhaltevermögen, Stärke. Genügend Widerstandskraft um nicht zusammenzubrechen unter der Wucht der Wellen in dieser Zwischenzeit.

Menschen, in deren Leben Christus wohnt, braucht es in dieser Zwischenzeit. Es braucht Menschen, in deren Leben sich das fortsetzt, was in den drei goldenen Jahren, von denen uns die Evangelien berichten, angefangen hat. Menschen, an denen es sichtbar wird, dass Er, der Mensch gewordene Gottessohn, der "Immanuel", der "Gott-mit-uns", eben nicht an Himmelfahrt elegant wieder entschwunden ist und uns jetzt allein zurückgelassen hat. Dass "Christus-in-uns" nicht nur eine Zukunftsprognose ist, sondern eine Realität im Hier und Jetzt. Dass seine Zusage, bei uns zu sein alle Tage bis ans Ende der Welt eben nicht nur ein flotter Motivationsspruch war, sondern tatsächlich stattfindet, weil er in uns lebt. "Was steht ihr da und seht gen Himmel?" Geerdete Christenmenschen leben ihre alltäglichen Höhen und Tiefen im Bewusstsein, dass er da ist, dass er bei uns ist, dass alles, was wir tun, in seiner Gegenwart stattfindet. Und wo Gott gegenwärtig ist, da verändert sich die Welt. Da verändern sich Menschen. Da verändert sich alles. Das Reich Gottes wächst. Der kleine grüne Trieb von damals wird größer und stärker, wo Christus im Leben von Menschen wohnt. Deshalb braucht es solche Menschen in dieser Zwischenzeit.

Menschen, die in der Liebe Gottes eingewurzelt und gegründet sind, braucht es in dieser Zwischenzeit. Daran könne man die Menschen in seinem Reich erkennen, sagt Christus selbst. Seine Jünger. Seine Nachfolger. Die, in deren Leben er gegenwärtig ist. Das Erkennungszeichen besteht nicht in frommen Worten oder besonders geistlichen Gesten. Es besteht darin, dass Menschen das nachahmen, was sie von ihm gelernt haben: Als von Gott geliebte andere zu lieben. Wo sich seine Liebe ausbreitet, da wächst sein Reich. Da werden andere von dieser Liebe berührt und auf den hingewiesen, der selbst "die Liebe" ist. Da bekommt das Evangelium Hände und Füße. Und wo wir uns von seiner Liebe ergreifen lassen, passiert auch mit uns selbst etwas: "Was steht ihr da und seht gen Himmel?" Wer den unfassbaren, unbegreiflichen, unendlichen Gott zumindest ein Stück weit verstehen will, der muss nicht in den Himmel schauen. Der braucht keine gewaltigen Visionen oder Einblick in tiefe geistliche Geheimnisse. Nein, der muss einfach nur in dieser Liebe verwurzelt sein, um zu begreifen, "welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist", um die Liebe Christi erkennen zu können, "die alle Erkenntnis übertrifft" und selbst erfüllt zu werden, "bis ihr die ganze Fülle Gottes erlangt habt." Ubi caritas, Deus ibi est. Wo die Liebe ist, wohnt Gott. Wenn wir ihn entdecken wollen, braucht es Menschen, die in der Liebe Gottes eingewurzelt und gegründet sind, in dieser Zwischenzeit.

Also gut, müsste jetzt der Prediger sagen. Merkt es euch und lebt entsprechend. Seid stark und unerschütterlich! Lebt und handelt in der Gewissheit, dass Christus mit euch ist. Gott ist gegenwärtig! Seid in der Liebe Gottes eingewurzelt und gegründet.

Aber kaum dass wir beginnen, zu überlegen, wie das im Alltag dieser Zwischenzeit ganz konkret aussehen könnte, merken wir auch schon: Das ist gar nicht so einfach!

Wer von uns kann denn behaupten, dass ihn nichts erschüttern, nichts umwerfen kann? Und selbst wenn ich bis jetzt eigentlich alles ganz gut gemeistert habe, liegt es ja vielleicht einfach daran, dass ich noch ein relativ bequemes Leben habe. Wenn ich mir Situationen anschaue, durch die andere Menschen gehen müssen -- in all ihren Extremen -- dann kann ich auf keinen Fall sagen, dass ich in der gleichen Situation auf jeden Fall mutig und stark wäre. Es braucht Menschen, die innerlich Kraft haben, in dieser Zwischenzeit. Nur, bin ich da wirklich einer davon?

Wer von uns kann denn behaupten, dass er jeden Augenblick in dem Bewusstsein lebt, dass Gott gegenwärtig ist. Dass er nie zweifelt? Nie Angst hat? Sich nie einsam fühlt, ganz auch sich selbst gestellt? Und dass alles Denken und Reden und Handeln so geschieht, dass es Bestand hat, wenn der Blick des gegenwärtigen Gottes darauf fällt? Ich kann das nicht. Es braucht Menschen, in deren Leben Christus wohnt, in dieser Zwischenzeit. Aber das kann man nicht einfach "machen". Da braucht es mehr dazu. Mehr als ich bieten kann?

Wer von uns kann den behaupten, dass die Liebe Gottes alles durchdringt, was in seinem Leben geschieht? Dass sein Denken, Reden und Handeln immer von dieser Liebe zeugt? Dass in seinem jeden Atemzug die Liebe Christi für andere sichtbar wird? Und dass er selbst so durchdrungen ist von dieser Liebe, dass er selbst es geschafft hat bis hin zu "ganzen Fülle Gottes"? Ich kann das nicht. Ich bin dankbar für viele liebevolle Begegnungen. Aber ich kenne auch die anderen Momente, die dunklen Seiten meines Herzens. Es braucht Menschen, die in der Liebe Gottes eingewurzelt und gegründet sind, in dieser Zwischenzeit. Aber wie soll ich das schaffen?

"Können wir das schaffen?", fragt Bob der Baumeister. "Yes, we can", sagt Barack Obama. "Wir schaffen das", ruft Angela Merkel zuversichtlich. Ich selbst bin mir da nicht ganz so sicher.

Wer bereit ist, sich selbst ehrlich den Spiegel vorzuhalten, der merkt schnell: Wenn wir jetzt mit "Seid stark!", "Lebt in der Gegenwart Gottes!" und "Liebt bedingungslos!" nach Hause gehen, dann ist diese eine weitere nutzlose Moralpredigt, die viel schlechtes Gewissen erzeugt, aber keine Veränderung bringt.

Nur mit Gott kann das gelingen

Veränderung kann man nämlich nicht einfach machen. Nicht mit den besten Bibelversen als Motivation. Nicht mit der besten Predigt im Ohr. Nicht mit den allerbesten guten Vorsätzen. Veränderung scheitert regelmäßig. Meistens an mir selbst.

Wirklich verändern kann nur einer. Deshalb ist dieser Text aus dem Epheserbrief auch nicht einfach eine Liste von Aufforderungen. Es ist ein Gebet. Dieser Text richtet sich an den einen, der überhaupt etwas ausrichten kann, wenn es darum geht, dass es Menschen braucht für diese Zwischenzeit: starke Menschen. Christus-erfüllte Menschen. Liebende Menschen. Dieser Text richtet sich als eine Bitte an den "Vater, von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden seinen Namen hat." Er ruft den um Hilfe an, der "überschwänglich tun kann, über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt."

Dieser Text ist eine Bitte um Gottes Handeln in unserem Leben. Nur er kann uns zu den Menschen machen, die es braucht in dieser Zwischenzeit. Deshalb ist er in allen Sätzen dieses Gebets der Handelnde:

"... dass ER euch Kraft gebe, nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit."

"... gestärkt zur werden durch SEINEN Geist..."

"... dass CHRISTUS in euren Herzen wohne..."

Nur so kann es geschehen. Ich kann das nicht. Er kann das schon.

"Was steht ihr da und seht gen Himmel?"

Vielleicht braucht gerade geerdetes Christsein in dieser Zwischenzeit immer wieder neu den Blick dafür, dass es nur in der Verbindung zu ihm gelingen kann!

Deshalb bleibt mir am Ende nur eines. Ich mache dieses Gebet zu meinem. Für mich und für uns alle. Ich stimme mit ein und komme mit meiner Bitte zum Einzigen, der mir helfen kann:

Deshalb beuge ich meine Knie vor dir, Vater,
von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden seinen Namen hat:
Gib mir Kraft nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit.
Stärke mich durch deinen Geist an dem inwendigen Menschen,
dass Christus durch den Glauben in meinem Herzen wohne.
Verwurzle und gründe mich in deiner Liebe,
damit ich mit allen Heiligen begreifen kann,
welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist,
auch die Liebe Christi erkennen kann, die alle Erkenntnis übertrifft,
damit ich erfüllt werdee, bis ich die ganze Fülle Gottes erlangt habt.
Dir aber, der du überschwänglich tun kannst über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt,
dir sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus durch alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit!

Amen.

Predigttext

Epheser 3,14-21

In aller Kürze

An Himmelfahrt richtet sich unser Blick in die Zukunft: Jesus wird wiederkommen. Viele Verheißungen verbinden sich mit dieser Hoffnung. Aber in der Zwischenzeit sind wir erst einmal noch hier. Und diese Zwischenzeit braucht Menschen voll Kraft, voll Gottes Gegenwart, voll seiner Liebe. Bin ich einer dieser Menschen?

Hauptpunkte der Predigt

Geerdetes Christsein für Hier und Heute:
  1. In dieser Zwischenzeit braucht es Menschen, die innerlich Kraft haben.
  2. In dieser Zwischenzeit braucht es Menschen, in deren Leben Christus wohnt.
  3. In dieser Zwischenzeit braucht es Menschen, die in der Liebe Gottes eingewurzelt und gegründet sind.
  4. Nur Gott kann uns zu diesen Menschen machen. Wir brauchen seinen Geist.

Fragen zur Vertiefung

Zu dieser Predigt hat Christoph eine Reihe von Fragen hinterlegt, die in der Kleingruppe zur Vertiefung weiter besprochen werden können:

  1. Welche Hoffnung steht dir vor Augen, wenn du "gen Himmel schaust", also an die verheißene Zukunft denkst?
  2. Wo liegen für dich die Herausforderungen der "Zwischenzeit"?
  3. Wo erlebst du, dass Gottes Kraft, Gegenwart und Liebe dein Leben verändern?

Über Christoph

Christoph Fischer (* 1978) ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg auf der Pfarrstelle „Erlöserkirche“ in Albstadt-Tailfingen.

Christoph ist verheiratet mit Rebecca. Gemeinsam haben sie drei Töchter.