umgang miteinander

Wir müssen reden!

Image: pixabay / suju, Lizenz: CC0

Liebe Mitchrist*innen, wir müssen reden! Ja, wir müssen über unseren Glauben und unsere Werte reden. Das ist wohl nicht mehr selbstverständlich und es ist wichtig, dass wir hier eine klare Kante zeigen. Wir müssen reden: Miteinander und mit den Menschen um uns herum, damit sie wissen, wofür wir stehen. Gerade in unserer Zeit gibt es da ein paar brennend wichtige Themen — wenn wir nicht drüber reden, wer denn dann? Ich hab da mal kurz ein paar Dinge zusammengefasst, die wirklich wichtig wären:

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott,
Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.

Ich denke, das reicht für den Anfang…

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Facebook gepostet.

Gliederschmerzen

Image: pixabay / geralt, Lizenz: CC0

Es ist schmerzhaft und traurig, zu sehen, wie Geschwister in Christus, die aufgrund ihres Schriftverständnisses überzeugt sind, dass Homosexualität in Gottes Augen Sünde ist, fassungslos vor Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche stehen und darunter leiden.

Es ist schmerzhaft und traurig, zu sehen, wie Geschwister in Christus, die aufgrund ihres Schriftverständnisses überzeugt sind, dass Homosexualität in Gottes Augen keine Sünde ist, fassungslos vor dem Fehlen von Entwicklung in Kirche und Gesellschaft stehen und darunter leiden.

Es ist schmerzhaft und traurig, zu sehen, wie Geschwister in Christus, die auch mit ihrer homosexuellen Orientierung von ganzem Herzen Jesus vertrauen und ihm auf der Basis ihres Schriftverständnisses folgen wollen, ausgegrenzt, angefeindet und verachtet werden.

Es ist schmerzhaft und traurig, wie wir als Geschwister in Christus uns von solchen Fragen trennen und spalten lassen und Jesus Christus, unseren Herrn und Heiland, nicht so vor den Augen der Welt verherrlichen, wie wir es eigentlich könnten.

Es ist schmerzhaft und traurig.

Was sollen wir tun?

Wir beten: Kyrie, eleison! Herr, erbarme dich!
Und mit Jesus: Vater, mach uns eins, damit die Welt erkennt, dass du den Sohn gesandt hast!

Und gemeinsam(!), mit den Worten, die uns unser einer Herr Jesus Christus gelehrt hat:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name!
Dein Reich komme!
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden!
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Facebook gepostet.

Über Christoph

Christoph Fischer (* 1978) ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg auf der Pfarrstelle „Erlöserkirche“ in Albstadt-Tailfingen.

Christoph ist verheiratet mit Rebecca. Gemeinsam haben sie drei Töchter.